Zeitreise: Die CeBIT vor zehn Jahren
Das waren noch Zeiten: UMTS brachte Videotelefonie, Handys erhielten farbige Displays und die ersten Smartphones kamen auf: Vor genau zehn Jahren war die Welt auf der CeBIT noch in Ordnung. Und mit FOCUS Online zeigten wir die ersten Videos im deutsch-sprachigen Internet. Kleiner Rückblick gefällig? Da gehen die Mundwinkel garantiert noch oben!

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Messeauftakt
Besucher- und Ausstellungsrekorde - selbstverständlich seit der allerersten CeBIT 1986. Goldene Zeiten für die Hannover-Messe. Als neuer Schwerpunkt entwickelt sich Telekommunikation, mobiles Internet wird zum Hauptfaktor der Computermesse erklärt.







UMTS
Wir schreiben das Jahr nach der Rekord-versteigerung der UMTS-Lizenzen, die Mobilfunkwelt ist außer sich vor Begeisterung. Der neue Standard soll Dienste wie Videotelefonie und mobiles Internet bringen.








Palm
Damals gab es ihn noch, den Organizer-King Palm. Und er zeigte erstklassige "Handheld-PCs" wie die 500er-Serie, in deren SD-Slot nicht nur Speicherkarten eingesteckt werden konnten, sondern auch Zubehör wie Kamera, GPS oder MP3-Player.







Trium
Noch so ein Geist aus der Vergangen-heit. Mit dem Mondo zeigte Trium 2001 quasi den Urahn des iPhone: Der Orga-nizer mit integrierter Handy-Funktion wird über einen großen Touchscreen bedient - allerdings wie damals üblich per Stylus.








Canon
Die kleinste Digitalkamera der Welt war vor zehn Jahren noch ein rechter Brummer. Die Auflösung betrug ganze 2,1 Megapixel, der stolze Preis: rund 1600 Mark.









Nokia
2001 war Nokia noch der unangefoch-tene Marktführer, keine Spur von iPhone oder Android. Als neues Flaggschiff stellen die Finnen den Communicator 9210 vor: einen Backstein mit GPRS und HSCSD.






 

Bezahlen mit dem Handy
Das kommt irgendwie bekannt vor: Bargeld, EC- und Kreditkarten sollen bald passé sein, in Zukunft bezahlt man mit dem Handy. Obwohl: Ganz daneben lagen die Experten ja nicht, denn irgend-wann erfüllt sich diese Prognose bestimmt ...







Hitachi
Den weltweit ersten Camcorder, der nicht auf Band, sondern auf DVD aufzeichnet, zeigte Hitachi vor zehn Jahren auf der CeBIT. Kostenpunkt: knapp 5000 Mark. Dafür gab's immerhin die Schnitt-Soft-ware mit dazu - aber nur für die ersten eintausend Käufer.







Siemens
Was für ein Klassiker: Mit dem S45 präsentierte Siemens einen seiner zahl-reichen Megaseller. Eine Besonderheit ist der dynamische Speicher, bei dem sich der Nutzer selbst entscheiden kann, ob er lieber 500 Adressen oder 50 SMS speichern möchte. Der MP3-Player kam noch als optionales Zubehör.






Sony
MP3-Player inklusive: Das Z5 von Sony lässt sich mit einem ausgewachsenen Memorystick füttern - und fällt entspre-chend dick aus: Satte drei Zentimeter misst der Musikus. Fassungsvermögen des Speichersticks: zwei Stunden Musik.







Bluetooth
Bluetooth? Was soll das bitte sein? 2001 war der Kurzstreckenfunk noch brandneu, kompatible Endgeräte befanden sich im Anfangsstadium. Ein Pilotprojekt erfasste die 25.000 Quadratmeter von Halle 13 mit Hilfe von 130 Basisstationen unter der Hallendecke, die gleichzeitig dem Datentransfer und der Erfassung des Standortes dienten.





Motorola
Mit dem Accompli 008 zeigte auch Motorola schon vor zehn Jahren eine Kombination aus Handy und Organizer - der Begriff Smartphone war seinerzeit noch nicht geprägt. Bei dem kleinen Amerikaner diente ein Touchscreen zur Eingabe, die Kamera kam noch als separate Einheit, die unten angedockt wurde.





SD-Karten
Kassetten, Disketten oder CDs, diese Speichermedien könnten bald Geschichte sein. So texteten wir 2001 als auf der CeBIT die ersten SD-Karten vorgestellt wurden. Kapazität: satte 64 Megabyte.









Philips
Filme auf DVD-RW aufzeichnen? Was für eine Idee! 2001 präsentierte Philips auf der CeBIT einen Videorecorder für stramme 5000 Mark. Für den PC gab es außerdem ein DVD-RW-Laufwerk zum Einbauen - für 2500 Mark.







Samsung
Wer erinnert sich noch an das Lady-phone? Ja, auch das gab es 2001 auf der CeBIT erstmals zu sehen. Zur Erinnerung: Als Highlight gab es einen Kalorienrechner und Zykluskalender. Außerdem: das Camphone mit einge-bauter Kamera.







Compaq
In Zusammenarbeit mit Tegaron zeigte Compaq ein mobiles Navigationssystem, das Staus gleich bei der Routenplanung berücksichtigen konnte. Das Puzzle setzte sich zusammen aus dem iPaq samt Halterung, einem Handy von Siemens mit (separatem!) GPS-Empfänger sowie einer Interface-Box. Mit 2200 Mark wurde das Set als vergleichs-weise günstig angepriesen.




Sendo
Das Z100 mit dem neuen mobilen Betriebssystem von Microsoft soll ein Notebook ersetzen können, so zumindest versprach es Sendo vollmundig vor zehn Jahren. Das Gerät hat es übrigens nie bis in den Verkauf geschafft ...





Ascom
Daten übers Stromnetz verschicken, das war 2001 einer der Knaller der CeBIT. Ascom zeigte dort "Internet aus der Steckdose" - faszinierend!